“Der Orientalist” von Tom Reiss – Errata

Fehlerliste zur deutschen Ausgabe von

Der Orientalist

mit Hinweisen auf die engl. Ausgabe
Stand: 22. April  2014

Errata, die ich über die Jahre fand:

  • „Dangerous Life“ (im Untertitel)– klingt merkwürdig … ist vielleicht „Endangered Life“ gemeint?
  • Diskrepanz bei der Nummerierung von Umar Ehrenfels’ Ehefrauen:

    Seite X: hier ist Elfriede die „zweite Frau von Leelas Vater“
    Seite XXVIII: „das war die erste Frau ihres Gatten gewesen“
    Seite 380: hier ist Baronin Mireille die dritte Frau
    Seite 382: hier ist Elfriede wieder die zweite Frau

    Umars erste Frau war Ellen Feld. Sie ist in „Das große Sehnen“ zu sehen.
    Seine zweite Frau war Elfriede von Bodmershof. Sie waren verheiratet von 1925 bis 1948.
    Seine dritte Frau war Mireille Abeille, 1924–2007. Sie ist die Mutter von Leela Ehrenfels, geboren 1967.
    Gilt auch für die englische Originalausgabe The Orientalist, Seite xxiv, 7. Zeile von unten.

  • Auf Deutsch heißt das Buch „Öl und Blut im Orient“, auf Englisch: „Blood and Oil in the Orient“. Oft wird es falsch genannt. Auf Seite 5 sogar einmal „Blut und Öl im Kaukasus“. Generell suchen und ersetzen.
  • Nicht zu erwähnen die ganze Problematik, wenn Tom in seinem Original von „Blood and Oil“ spricht… dann sollte in den deutschen Fußnoten eigentlich auch „Blood and Oil“ stehen und nicht „Öl und Blut“ – denn Tom bezieht sich in seinem englischen Buch ja immer auf die englischen Übersetzungen. Man könnte es Anhand der Seitenzahlen verifizieren, oder ihn fragen.
    Dasselbe gilt für „Ali und Nino“. Ganz sicher ist doch „Ali AND Nino“ gemeint. Es steht auch dort: „Ali und Nino, New York“ Da New York da steht, muss auch der englische Titel genannt werden.
  • Seite XVI, Anfang dritter Absatz, Übersetzungsfehler
    „Einige Abende später, angeblich hielt ich mich zu der Zeit….“
    Richtig: Einige Abende später, eigentlich hätte ich in einer Disco sein sollen, ….
    Englisches Original: „A few nights later, while I was supposed to be in a disco…“

    Also: Tom war eigentlich mit jungen Geschäftsleuten verabredet, ist aber lieber mit Fuad gegangen.

  • Seite 37, Fußnote 2, dritte Zeile: …dass er auch potenzielle Opfer MIT ethnisch motivierter Gewalt….     Das Wörtchen „mit“ fehlt.
  • Seite 38, letzte Zeile: die Passanten, nicht Passantes
  • Seite 141, 3. Zeile von unten:  „unten in der Eingangshalle“.   English: across the hallway, d.h. im Flur gegenüber. Die Wohnung gegenüber? Auf demselben Flur? Mit anderen Worten, Nachbarn in Toms Mietshaus hatten ihn eingeladen und Herr Osman war zu Gast.
    Aber nicht „unten in der Eingangshalle“.
  • Seite 159: 6. Zeile von unten: Es gibt keinen „Boulevard Saint Germain-des-Près“… er heißt einfach „Boulevard Saint Germain“.
  • Seite 243, 4. Zeile von oben: … deren Wurzen…..   d.h. Wurzeln
  • Seite 248, Mitte. Die „typefaces from the revolutionary presses“ im engl. Original  sind die Satzlettern, Typen der revolutionären Druckereien – keine Schreibmaschinen mit kyrillischen Buchstaben.
  • Seite 255, 1. Zeile:  …grässliche Person zu vermeiden…“   „meiden“ wäre korrekt.
  • Seite 263 und zwei Mal auf Seite 371: Walter Schendell wird hier als Levs „Verleger“ bezeichnet. War er nicht.
    Original: Manager.
  • Seite 269, letzter Absatz, 1. Zeile.  „Haufe“ ???  Haufen!  Ebenso auf Seite 272, 2. Absatz, 3. Zeile.
  • Seite 277, Zeile 15:   im Gewand eines Muslims, nicht „eins“
  • Seite 301, 5. Zeile von oben, Trennung: Emi-granten nicht Emig-ranten
  • Seite 318, 2. Absatz, 2. Zeile: …und er schulte …… nicht schule
  • Seite 324, 9. Zeile: da ist eine Fehlübersetzung: „dass siebzehn seiner Werke auch schon in Übersetzungen vorlagen.“ Es muss heißen: „… dass von seinen Werken bereits siebzehn Übersetzungen vorlagen“
  • Seite 328, Ende 4. Absatz: …drei Jahre lang aus eigenem Antrieb heraus verfolgt.   Ob das die Übersetzung von „on a purely pro bono basis“ ist, müsste nochmal mit Tom geklärt werden (was er sagen will). Siehe engl. Original Seite 268
  • Seite 369, 7. Zeile: Gandhi, nicht Ghandi
  • Seite 371, 2. Absatz, 13. Zeile:  dieser Fehler ist auch bei Tom zu finden, nämlich der polnische Titel. Er muss heißen Milosc und nicht Mitosc. Es ist dieses L mit diagonalem Strich durch. Man erinnert sich an die Aussprache des Namens Lech Wałensa oder des letzten Papstes Karol Woityła. Es ist ein: Ł . Eine heiße Kartoffel in den Mund nehmen und L sagen, dann hat man diese Aussprache.   Miłośċ i nafta.

    Ich würde mich an dem polnischen Ł nicht weiter stören, einfach ein L nehmen.

  • Seite 395, 7. Zeile:  hier steht:   In den Archiven von Florenz ….   Es muss aber heißen: In Archiven in Florenz….
  • Seite 398, 1. Zeile: dies darf man auch in der neuen Rechtschreibung zusammenschreiben, denn „frischgebacken“ ist etwas anderes als „frisch gebacken“!
    Also: die frischgebackene faschistische Partei!
  • Seite 403, 11. Zeile: …Geschichten über EINE „weiße“ ….. nicht „einen“.
  • Seite 435, 2. Abschnitt
    „Weitere Schriften von Lev Nussimbaum“.
    Dort 4. Position:
    „Eine Sammlung von Märchen, lustiger „orientalischer“ Geschichten und Gedichte, die Lev an den Abenden bei den Pasternaks …. zum Besten gegeben hat.

    Errors:
    a) Deutsch: nicht „lustiger“ sondern „satirischer“ oder „humorvoller“.

    b) …Geschichten und Gedichte, die Lev …
    Erklärung: Lev schrieb diese Gedichte nur an Zhenia. Sie haben sich über ihre Schwester Adia (auch Dunya oder Judith) erhalten und sind so in den Besitz von Brailow gelangt. Später hat Brailow diese Gedichte mit Hilfe von Jenia Graman ins Englische und Deutsche übersetzt.
    Jedenfalls wurden diese Gedichte NICHT während der russischen Abende vorgetragen, also ist das hier in diesem Zusammenhang falsch dargestellt.

    c) „… fünfzig Jahre später von Levs Schulkameraden Alexander Brailow und dessen Ehefrau Jenia Graman Norma ins Englische und Deutsche übersetzt.“
    Erklärung: Jenia hat unseres Wissens nur eine Probeübersetzung der ersten Geschichte gemacht (es sei denn, in ihrem Nachlass, zu dem ich noch keinen Zugang gefunden habe, sollen die anderen auch vorhanden sein – bei Brailow gibt es nur das erste Märchen auf Deutsch. Und aus der Korrespondenz zwischen Brailow und Graman lässt sich schließen, dass die Übersetzung aller Märchen für eine deutsche Veröffentlichung hätte gemacht werden können, diese ist aber mangels Interesse von Verlagen nie zustande gekommen.).

    d)  the same for English page 389, 1st line:  not: „he and Jenia Graman“ but „he and his wife“. See Brailow’s foreword to the Oriental Tales. (see foreword to the tales!)

    Seite 435 “Andere Verfasser”, dort, 3. Position,
    Brailow, Alexander: Briefwechsel mit Charlotte Mayerson (Verlegerin Cheflektorin des Verlages Random House, der 1970 Ali und Nino herausgegeben hat.)

    Seite XI, Fußnote: das Wort „Taschenbuchausgabe“ austauschen durch: POCKET BOOKS. So heißt nämlich der Verlag, ein Imprint von Simon and Schuster.

  • Seite XVII, 2. Absatz: Die Einleitung zu der englischen Ausgabe des Romans, die ich besaß, ….
    und die dazugehörige Fußnote:  …. New York 1996, Overlook Press…

    This is not really an error, but a logical incongruity of the translator. It applies only to the German edition. Here the footnote is saying that the book you own is from 1996. I am sure, you own this edition so this statement is correct. BUT: on the pages before you are saying that you began your research on K.S. in 1998. And on the first page of the book you are walking with Peter Mayer in Vienna, who wanted to publish Ali and Nino. That means, you were walking with Peter Mayer in 1998 or later. So how could the Overlook edition you are mentioning here be of 1996? I know the background of that never published 1996 edition Mayer attempted but had to give in to Barazon and Leela. But the reader doesn’t know this.
    So I just think it were better to mention here the POCKET edition of 1972. It contains . of course, Wain’s foreword as well. And I am sure you were talking of this edition when writing these lines originally.

  • Seite X: Klumpfuß, nicht Holzbein!
  • Seite XIV: „… untertäniger Diener“ – nicht Sklave!
  • Seite XVII, Fußnote 12. Publikationsort sicher nicht Baku. Eher L.A. aber noch herausfinden! Betrifft auch englische Ausgabe, Seite 343, ganz unten. Noch generelle Suche im Buch starten.
  • Sara Ashurbeyli ist 2001 gestorben, nicht 1998.
  • Page xxii: … and convert to Islam at the Ottoman embassy in Berlin in 1923 (wrong, it was 13 August 1922. Page 199 is correct.

 

Comments are closed.

Proudly powered by WordPress | Theme: Baskerville 2 by Anders Noren.

Up ↑